Aktiventag 2012

„Einen neuen Aufbruch wagen“, so lautete das Motto des 98. Katholikentages, der zeitgleich zum Aktiventag in Mannheim stattfand. Und es passt wohl auch zum Kartellverband, der sich seit der VV2011 im größten Reformprozess seiner Geschichte befindet, um in eine erfolgreiche Zukunft aufzubrechen. Mit diesem Vergleich eröffnete Vorortspräsident Kb David Kockerols am 18. Mai 2012 die Versammlung des Aktiventages in der Akademie des Sports in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.

Los ging es jedoch schon am Abend zuvor. Viele Kartellbrüder aus ganz Deutschland fanden bereits am Donnerstag den Weg nach Hannover und zur AV Gothia. Das Haus bot für jeden Geschmack das richtige Angebot und während einige dort den Abend in gemütlicher Atmosphäre zum Kennenlernen oder für interessante Gespräche nutzen, begaben sich andere zum Bummeln durch die Hannoveraner Couleurszene.

Auf der Agenda des Aktiventages stand außer den turnusgemäßen Wahlen eines neuen Vorortes und eines neuen Aktivenvertreters  der Dialog mit dem Reformausschuss. Kb Jochen König stellte sich den Fragen und Anregungen der versammelten Aktiven zum Reformprozess, erläuterte die Veröffentlichungen des Reformausschusses und konkretisiere die Vorschläge, sodass viele offene Fragen beseitigt werden konnten. So viele differenzierte Meinungen auch vorgetragen wurden, zeigte man sich einig in der Einschätzung, dass dieser Reformprozess in jedem Fall erfolgreich sein muss, damit der KV sich endlich wieder erfolgreich und geschlossen präsentieren kann. Die Gespräche setzten sich auch nach Schließung des eigentlichen Aktiventages in kleinen Gruppen fort und die Gelegenheit zu diesem umfassenden Dialog wussten sowohl viele Aktive als auch der Reformausschuss zu schätzen. Des Weiteren zeigte sich der Aktiventag mit der Arbeit des Vorortes und des Aktivenvertreters zufrieden, akzeptierte deren Berichte mehrheitlich und diskutierte eindringlich darüber, wie diese Arbeit auch weiterhin mit ausreichend Mitteln gesichert werden kann.

An anderer Stelle allerdings lief es nicht ganz so erfolgreich: Der Aktiventag hat weder einen neuen Vorort noch einen neuen Aktivenvertreter gewählt. Bedauerlicherweise stand kein Kandidat für die Vorortswahl zur Verfügung; die Vorortswahlordnung, die genau solch eine Situation verhindern sollte schuf – vor allem auf Grund der veralteten Aktivenzahlen – keine Abhilfe. Aus diesem Grund sah man sich gezwungen die Wahlen auf einen außerordentlichen Aktiventag zu vertagen. Dieser findet im Rahmen des Hauptausschusses am Samstag, den 15. September 2012 um 17:00 Uhr in Marl statt (siehe Einberufung). Der Vorort wird bei dieser Gelegenheit zugleich eine Aktualisierung der Vorortswahlordnung zur Wahl stellen, der an die aktuell gemeldeten Aktivitates und Aktiven angepasst ist und eine solche „Sackgasse“ wie beim zurückliegenden Aktiventag zukünftig verhindern soll.

Doch wie bereits in der Einladung angekündigt wurde, soll ein solcher Aktiventag nicht ausschließlich der administrativen Arbeit dienen, sondern auch einen Raum zur Begegnung schaffen. Dazu dienten neben den Sitzungen die Abende. Am Freitagabend empfing der Senior e.v. AV Gothia Kb Rodrigo Caballero die angereisten Kartellbrüder und die Mitglieder des KV-Rates auf dem Gothenhaus. Zu kleinen Häppchen und lokalem Bier fanden Kartellbrüder ins Gespräch. Wer sich nicht bei den sommerlichen Temperaturen im großen Garten tummelte, genoss das ein oder andere Bier im rustikalen Keller des Verbindungshauses.

Der Höhepunkt des Zusammenkommens stand am Samstagabend bevor. Zum festlichen Kommers im Alten Rathaus mitten im Herzen Hannovers fanden sich etwa 120 Personen ein und mehr als 50 Chargierte sorgten für ein farbenfrohes Bild. Geschlagen wurde der Kommers gemeinsam vom Vorortspräsidenten Kb David Kockerols und dem Aktivenvertreter Kb Ulf König. Der Vorsitzende des Ortzirkels Hannover Kb Christian Meissner freute sich über die Anwesenheit zahlreicher Kartellbrüder in Hannover und richtete einige Worte an die versammelte Festgemeinschaft, in denen er vor allem das Amicitia-Prinzip hervorhob und als tragenden Pfeiler des Kartellgedankens über alle Generationen hinweg betonte. Das beste Beispiel: Die Anwesenheit des ehemaligen KV-Ratsvorsitzenden Kb Gottfried Reuther, der mit seinen über 90 Jahren noch immer stimmungsfroh am Kommers teilnahm. Und dass die Freundschaft auch mit dem Tod nicht endet wurde einem jeden Anwesenden im Gedenken an den kurz zuvor bei einem Unfall in Hannover tragisch ums Leben gekommenen Kb Winfried Reckers bewusst. Es passte daher ganz besonders, als in Gedenken an Kb Reckers im Cantus „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ gesungen wurde: „Unsrer Freundschaft Harmonien; dauern ewig, fest und schön“

Für vielen Aktive und Kommersbesucher brach mit dem Ende des Kommerses jedoch noch nicht gleich die Nachtruhe an. Die anschließende Fidulitas auf dem Gothenhaus dauerte noch lange bis in die Nacht hinein an und erfreute die Anwesenden wie bereits an den beiden Abenden zuvor. Nichtsdestotrotz besuchten viele Kartellbrüder die Heilige Messe am Sonntagmorgen in der Basilika St. Clemens und hörten in der Predigt etwas, das ihnen schon bekannt vorkam: „Einen neuen Aufbruch wagen!“

Zu guter Letzt sei an dieser Stelle nochmals ganz herzlich den Kartellbrüdern e.v. AV Gothia gedankt, die mit viel Einsatz und Herzblut vorbildliche Gastgeber waren und wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Aktiventag – trotz ausbleibender Wahlen – zu einem echten Erfolg wurde.

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