Hochschulpolitik selbstgemacht!

Gemeinsamer Aufruf der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV), des Cartellverbandes der katholischen deutschen Stundentenverbindungen (CV), des Kartellverbandes katholischer deutscher Stundentenvereine (KV), des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine (UV), sowie des Ringes katholischer deutscher Burschenschaften (RKDB) zu mehr hochschulpolitischem Engagement.

Die Studentenvertretungen werden immer wieder von Skandalen erschüttert. An der Universität Potsdam ermittelt zurzeit die Staatsanwaltschaft gegen den „Allgemeinen Studierendenausschuss“ (AStA) wegen des Verdachts auf Untreue. An der Universität Köln finanziert der AStA mit rd 7.000 Euro die Antifa, in Jena gibt es Unterstützung für die „Rote Hilfe“, einem laut Verfassungsschutz extremistischen Verband. Diese Aufzählung ließe sich mit weiteren Beispielen von Hochschulen quer durch die Republik beliebig fortsetzen.

Bei vielen Studenten rufen der AStA und die Hochschulpolitik deswegen wohl nur Desinteresse hervor, die durchschnittlich 10 Euro Semesterbeitrag sind „egal“. Als Mitglieder katholischer Korporationen kann es uns jedoch nicht gleichgültig sein, wie unsere Beiträge verwendet werden und von wem die Mitbestimmung dominiert wird. Als Studenten mit einem festen Wertegerüst sind wir aufgefordert, uns in der studentischen Selbstverwaltung zu engagieren und uns an den Hochschulwahlen zu beiliegen. Die in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) zusammengeschlossenen Studentenverbände CV, KV, UV und RKDB rufen gemeinsam mit deutlicher Stimme ihre Mitglieder zu mehr hochschulpolitischem Engagement auf.

Ein Engagement kann dabei viele Facetten haben. Den Rahmen dazu bildet das rechtliche Konstrukt der „Verfassten Studierendenschaft“ (VS). Sie ist in 14 Bundesländern die Arbeitsgrundlage für die Hochschulpolitik, in Baden-Württemberg wird die Einführung zurzeit vorbereitet. Hochschulpolitik ist gestaltbar in (politischen) Hochschulgruppen, im Studentenparlament, den Fachschaften und Fakultätsräten, im AStA oder als Mitglied des Senats. Bei Wahlbeteiligungen zwischen rund 4% (Duisburg/Essen) und rund 30% (Göttingen) können auch schon 100 Stimmen wahlentscheidend sein. Hohe Wahlbeteiligungen belegen eine kritische Öffentlichkeit, die Rechenschaft einfordert und Verstöße ahndet.

So sehr die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände auch Reformbedarf in der studentischen Mitbestimmung sehen, ist ein „Boykott“ durch Desinteresse weder wünschenswert noch zielführend. Alle Studenten sind durch ihre Immatrikulation Mitglied dieser Studentenvertretung. Daraus entwächst die Verantwortung und der Auftrag, unsere Hochschulen und damit unser Lebensumfeld für uns und unsere Kommilitonen aktiv mit zu gestalten.

Für die AGV         Für den CV          Für den KV          Für den UV          Für den RKDB

Adam Strzoda      Ramon Mann       David Kockerols    Kilian Schmiz        Klaus Dockter

Weitere Informationen:

“Die 10 größten Verschwendungen des AStA” 

„RCDS wirft Asta der Uni Potsdam Veruntreuung vor“

„VS-ohne mich“ 

„Da brennt euer Geld“ (UniSpiegel 1/2012)

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QUELLE: http://www.agvnet.de/content/hochschulpolitik-selbstgemacht-aufruf-der-katholischen-studentenverbaende

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