UV-Vorortsübergabekommers

Feierliche Vorortsübergabe im Marburger Schloss

Im wahrhaft adeligen Ambiente des in den unitarischen Farben festlich dekorierten Fürstensaals des Marburger Schlosses hatten sich fast 200 Gäste zusammen mit unitarischen Chargenabordnungen aus Bonn, Gießen, Heidelberg und Münster sowie dem amtierenden Vorort des KV zusammengefunden.

Die versammelte Corona konnte einem bis dato einmaligen Vorgang beiwohnen: Der Vorort bleibt beim Amtswechsel in der selben Stadt. Der neue Verbandsgeschäftsführer Claudius Mink zelebrierte, für ihn noch ungewohnt, den Vorortswechsel durch Rücknahme der Vorortsstandarte aus den Händen des scheidenden VOP Kilian Schmiz und damit der Entbindung von den Vorortspflichten und übergab diese als äußeres Zeichen der Amtswürde an die neue Vorortspräsidentin Alexandra Onyszkiewicz.

Neben der feierlichen Übergabe der Vorortsstandarte erfuhr der Kommers einen weiteren Höhepunkt. Als Festredner konnte der Vizevorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Burkhard Leffers, ehemaliger Regionalvorstand der Commerzbank, gewonnen werden. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er das auch für den BKU wichtige Anliegen des Auf-den-Tag-bringen des Katholizismus, wie es sich im vom seligen Papst Johannes XXIII. populär gewordenen Begriff „Aggiornamento“ ausdrückt. Leffers sieht „im ständigen Übersetzen, Interpretieren und Umsetzen dessen, was uns heilig ist“ Aufgabe und Parallelen in den katholischen Verbänden, wie also auch dem Unitas-Verband und dem BKU. Aus der „Übersetzung des Glaubens und seiner Strukturen in die Gegenwart werde Starre und Statik vermieden“. Dazu fordert er die Unternehmen auf, durch ein christlich geprägtes Werteverhalten eine Vorbildfunktion einzunehmen. Zur Veranschaulichung „übersetzte“ er die 10 Gebote mit praktischen Beispielen in den Unternehmens- und Unternehmeralltag, so dass sie neben ihrer Bedeutung als ethischer Grundkonsens der Menschheit auch eine Orientierungsgröße in Beruf und Wirtschaft sein können.

„Inspiriert und motiviert von unseren großen Brüdern und besonders vom Vorbild des scheidenden VOP Kilian Schmiz“, so Alexandra Onyszkiewicz in ihrem Grußwort, haben sich die Damen der Elisabetha Thuringia für die Kandidatur zum Vorort entschlossen und wurden auf der 135. Generalversammlung gewählt. Mit ihrem thematischen Schwerpunkt „Kirche und Glaube im Heute lebendig halten – Wir tragen die Verantwortung!“ wollen Sie ihre eigenen Akzente setzen und jede Unitarierin, jeden Unitarier in die Lage versetzen, qualitativ bei den aktuellen Diskussionen zu Kirche und Glauben einen Beitrag leisten zu können.

Kilian Schmiz, zu Beginn der Veranstaltung noch amtierender Vorortspräsident, hielt die Zügel straff und schlug einen hervorragenden Kommers. Er dankte seinen Mitstreitern im Vorortsteam, aber auch den fleißigen Helfern seiner Franko-Saxonia für die geleistete Arbeit und große Unterstützung. Der souverän agierende Bierorgler Bbr. Jan-Hendrik Pfeil führte die sangesfreudige Corona musikalisch durch die altstudentische Feier und verlieh dem Auszug der Chargenteams und des neuen Vorortsteams um Alexandra Onyszkiewicz ein glanzvolles Kommersende. Im nahe gelegenen Unitas-Haus feierten anschließend viele der Kommers-Gäste in ausgelassener und entspannter Atmosphäre bis in die frühen Morgenstunden den gelungenen Vorortswechsel weiter.

Ingo Gabriel (UV)

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